Unter Watbekleidung für das Fliegenfischen versteht man wasserdichte Hosen und Schuhe oder hüfthohe Stiefel, mit denen du trockenen Fußes im Wasser gehen (waten) und fischen kannst. In früheren Tagen war diese Bekleidung komplett aus Neopren gefertigt, wie du es aus dem Tauchsport kennst. Die genauen Unterschiede zwischen Atmungsaktiven- und Neopren-Wathosen haben wir hier erklärt »

Wathose zum Fliegenfischen

Heute haben nahezu alle Hersteller von Wathosen auf atmungsaktive Stoffe umgestellt. Lediglich die Füßlinge werden aus Isolationsgründen aus verdichtetem Neopren ausgeführt. Diese modernen Materialen haben den großen Vorteil, dass du nicht zu sehr ins Schwitzen kommst und eine deutlich bessere Bewegungsfreiheit hast.

Zur Vermeidung von Kältegefühl im Wasser solltest Du unter der Wathose - im Zwiebelschalenprinzip - Unterbekleidung aus Merinowolle und/oder Fleece tragen. Je nach Außentemperatur wählst Du eine dünne Unterwäsche zum Abtransport des Schweißes oder eine zusätzliche, dickere Isolationsschicht.

Watschuhe zum Fliegenfischen

Direkt über den Füßling der Wathose ziehst Du den Watschuh. Dieser spezielle, extrem wasserfeste Schuh bietet Schutz vor Steinen und sicheren Halt bei den Wanderungen am oder im Gewässer. Ein Wanderschuh ist als Watschuh nicht geeignet, da sich dieser nach wenigen Tagen auflösen würde und die verwendeten Sohlen meistens zu hart sind, um sicheren Halt im Wasser zu geben.

Für die Sohlen der Watschuhe wird entweder Filz oder spezieller, weicher Gummi verwendet. Beide Sohlentypen haben ihre Vor- und Nachteile. Die Filzsohle bietet dir beim Waten den besseren Halt auf algigem oder rutschigem Untergrund. Gummisohlen hingegen bieten dir beim Marschieren am Flussufer und steilen Böschungen den besseren Halt. Bei beiden Sohlentypen kannst du Spikes für zusätzlichen Halt verwenden.

Gute und warme Watbekleidung ist essentiell, damit du den Spaß am Fliegenfischen nicht verlierst.