Unter Fliegenfischen versteht man das Fangen eines Fisches mit einer künstlichen Fliege. Diese Art der Fischerei war ursprünglich nur der adeligen und gutbürgerlichen Bevölkerung Großbritanniens vorbehalten, daher gilt auch England als die Wiege des Fliegenfischens. 

Grundsätzlich kannst du mit der Fliege in jedem Gewässer - ob Bach, Fluss, See oder auch im Meer - fischen. Das Fliegenfischen ist die schonenste Art einen Fisch zu fangen. Achte auf die Auswahl der richtigen Köder sowie der passenden Ausrüstung! 

Das Spezielle am Fliegenfischen

Das Spezielle an dieser Angeltechnik ist, dass der Köder (die sog. Kunstfliege) nahezu gewichtslos ist. Darum verwendest du als Gewicht zum Transport der Fliege eine Angelschnur (Fliegenschnur). Fliegenschnüre besitzen das nötige Gewicht, damit du die Fliege in Kombination mit der Angelrute (Fliegenrute) zum Fisch transportieren kannst.

Die Entfernung zum Fisch

Mit ein wenig Übung wirst du die Fliege zwischen 10 und 15 Meter weit werfen können. In diesem Distanzbereich hast du die beste Kontrolle über den Köder. Durch spezielle Techniken (wie zB. Menden oder einstrippen der Schnur), kannst du die Fliege so bewegen, dass sie für den Fisch wie ein lebendes oder totes Insekt aussieht.

Fliegenfischen Lernen

Üblicherweise kannst du die Grundlagen des Fliegenfischens und der dazugehörigen Wurftechniken in einem Wochenendseminar erlernen. Dank moderner Angelruten aus Kohlefaser und den darauf abgestimmten Fliegenschnüren bekommst du rasch ein gutes Gefühl und die nötige Vertrautheit mit der Materie.

Für alle Gewässer in Österreich benötigst du eine sogenannte Fischerkarte sowie die Erlaubnis des jeweiligen Gewässerbesitzers oder -pächters. Weiterführende Informationen dazu findest Du bei der Landesfischereiverband deines Bundeslandes.

Informationen zur Steirischen Fischerprüfung findest du hier »

Informationen zum Kurs für Fliegenfischer findest du hier »

Alle Blogbeiträge zum Thema Einsteiger findest du hier »

Darf ich Fische mitnehmen?

Fische unterliegen einer gesetzlich festgelegten Mindestgröße für die Entnahme, dem sogenannten Schon- oder Brittelmaß (je nach Bundesland unterschiedlich). Unter dieser Größe musst Du den Fisch schonend wieder freilassen! Ab diesem Maß darfst Du den Fisch entnehmen - musst es aber nicht! An den meisten Gewässern werden höchstzulässige Stückzahlen für die Entnahmen festgelegt. Diese Mengen findest Du in der Regel auf der Fischereilizenz vermerkt.  

Aufgaben des Fliegenfischers

Viele Fliegenfischer organisieren sich in Vereinen und übernehmen damit die Aufgabe der Pflege und Hege der Fischbestände sowie der Reinigung der Ufer. Wenn du dich also für Fisch- und Naturkunde interessierst, steht dem Vergnügen am Wasser nichts