Wir treffen häufig auf Spinnfischer, die ihren Erfahrungsschatz erweitern und sich der Faszination des Fliegenfischens hingeben möchten. Die häufigsten Fragen haben wir für dich zusammengefasst

1. Welche Fische können mit der Fliege gefangen werden

Weltweit gibt es ca. 31.000 Fischarten! Viele davon können mit der Fliege gefangen werden! Einige Ausnahmen sind beispielsweise bei den heimischen Fischen der Aal und im Salzwasser Fische, die zu groß sind oder nur in extremen Tiefen gefangen werden können. Die meisten Fische können - den richtigen Köder vorausgesetzt – mit der Fliegenrute gefangen werden. 3 Tipps zur Auswahl der richtigen Fliege erhältst du hier » 

2. Der Unterschied zwischen Spinnfischen und Fliegenfischen

Der gravierendste Unterschied zwischen Spinnfischen und Fliegenfischen ist wohl der direktere Kontakt mit dem Fisch. Beim Spinnfischen (mit Ausnahme von Multirollen) wird die Schnur über das Schnurlaufröllchen der Stationärrolle um 90° in ihrer Richtung verändert. Beim Fischen mit der Fliegenrolle gibt es keine Richtungsänderung, somit wirst du einen direkteren Kontakt zum Fisch haben und mehr Sensibilität beim Drill verspüren. Ein weiterer Unterschied liegt in der Wurfweite. Diese liegt beim Fliegenfischen im Idealfall bei plus/minus 25 Metern, beim Spinnfischen kannst du die doppelte Wurfweite erzielen. Beim Fliegenfischen wird meist auf Sicht gefischt, somit ist eine so große Reichweite nicht notwendig. Unterschiede gibt es auch beim Köder. Während beim Spinnfischen der Köder immer ein Eigenwicht hat, wird beim Fliegenfischen das Gewicht zum Werfen über die Schnur erzeugt. Daraus ergeben sich beim Fliegenfischen auch der Vorteil der langsameren Köderführung sowie die Möglichkeit, kleinste Köder anzubieten. Durch die kleineren Einzelhaken und die vorwiegend widerhakenlose Fischerei gilt Fliegenfischen als schonendere Variante.

3. Kostenfaktor Fliegenfischen vs. Spinnfischen

Beim Fischen ist es gleich wie beim Autokauf. Du kannst dir einen günstigeres Fahrzeug kaufen oder dir ein Luxuswagen gönnen. Beide werden dich zu deinem Ziel fahren. Ähnlich ist es bei der Anschaffung von Tackle für das Spinn- und Fliegenfischen. In beiden Disziplinen findest du Modelle in allen Preiskategorien, die keine Wünsche offen lassen. Der wesentliche finanzielle Unterschied zeigt sich bei den Ködern. Während Fliegen verhältnismäßig günstig zu erwerben und ggf. auch selbst gebunden werden können, erfordern Köder für das Spinnfischen einen tieferen Griff in die Geldbörse.  

4. Fazit

Das wichtigste beim Fischen ist und bleibt der Spaß! Dein Hobby soll dir Freude bereiten. Fliegenfischen ist an Gewässern, an welchen sich die Fische hauptsächlich von Insekten ernähren, die effektivere Methode. Zudem hast du beim Fischen mit der Fliegenrute einen direkteren Kontakt zum Fisch. Wenn dir die Bewegung im Wasser, das sogenannte Waten und das Beobachten und Anpirschen Spaß machen, wirst du viel Freude beim Fliegenfischen haben. Seen oder Flüsse, an welchen das Fischen vom Ufer aus beschwerlich ist, laden eher zum Spinnfischen ein. Beim Spinnfischen bewegst du dich entlang des Ufers oder fischt vom Boot aus. Die Zielfische in heimischen Gewässern beim Spinnfischen sind hauptsächlich Raubfische wie zum Beispiel Wels, Hecht, Zander und Barsch. Glücklich sind die Angler, die an beiden Fischereiarten ihre Freude finden. Wenn du dich auch der Faszination des Fliegenfischens anschließen möchtest, empfehlen wir dir den Besuch eines Anfängerkurses. Hier kannst du sehen, ob dir diese Art der Fischerei gefällt!